Facilitation

Was sind Facilitators? Was bedeutet Facilitation?

Facilitieren heißt wörtlich übersetzt: erleichtern. Facilitators sind bei dem oder den ersten Prozess/en dabei und sitzen mit im Kreis, aber sie nehmen nicht teil („Be with it, but not in it!“). Sie beobachten, was in der Gruppe vor sich geht und geben evtl. einen Impuls, ein Feedback über den Verlauf der Entwicklung der Gruppe. Auf diesem Wege können sie Erkenntnisse oder Empfehlungen über den Prozess mitteilen. Die Facilitators überwachen nicht die Befolgung der Empfehlungen und wissen genau so wenig wie die Teilnehmer/Innen, wie sich der Prozess entwickeln wird. Es geht für sie nicht darum, die Gruppe irgendwohin zu bringen oder sie zu führen. Sie unterstützen die Gruppe mit ihrer Präsenz und sie sind ganz mit ihrer eigenen Wahrhaftigkeit da.
So auf sich zurückgeworfen, fällt es keiner Gruppe zu Beginn leicht, ohne Leitung zu sein. Es wird daher immer wieder die Versuchung geben, eine Leitung einzufordern. Der Geist von CB aber meint eine „Group of all Leaders„.

Was machen die Facilitators?

Wir begleiten immer mindestens zu zweit und beginnen nach Möglichkeit einen Tag vor dem Workshop mit der Vorbereitung, um uns wirklich leer zu machen und uns gegenseitig mitzuteilen was ist, um wahrhaftig präsent zu sein – jeder für sich und beide miteinander. Es ist unser Bestreben möglichst aus dem Sein und nicht aus dem Tun zu facilitieren.
Als Facilitators treten wir bewusst zurück und nehmen auf das Geschehen keinen direkten Einfluss, denn es geht beim Prozess darum, dass jedes Mitglied einer Gruppe selbst Leiterschaft innerhalb der Gruppe entwickelt. Jede/r Teilnehmer/in ist verantwortlich für den eigenen Prozess und den Prozess der Gruppe.
Zu Beginn des Prozesses stellen die Facilitators die Empfehlungen vor. Danach ist der Raum offen für den Prozess. Was auch immer geschieht, wir beobachten und unterstützen den Gruppenprozess durch unsere Präsenz und Zeugenschaft.
Wir begleiten einen Prozess immer (mindestens) zu zweit, um in den Pausen unsere Beobachtungen und Wahrnehmungen „abzugleichen“ und nicht eigenen Bildern aufzusitzen.
Unsere Beobachtungen teilen wir der Gruppe mit, wenn es für den weiteren Verlauf des Prozesses förderlich scheint. Weder beurteilen wir, noch kommentieren wir das Verhalten von Einzelnen. So entsteht manchmal der Eindruck, dass die Facilitators zu passiv sind und zu wenig Anleitung geben. Eben darum aber geht es, die Gruppe selbst soll zur Gemeinschaft finden und nicht dorthin gebracht werden.